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Mastodon – Kommt alle rüber

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Seit einigen Tagen kommt Mastodon richtig in Fahrt. Grund für Neu- und Wiederanmeldungen dürfte für viele der zunehmende Ärger mit Twitter sein. Nicht nur, dass man dort so offenbar gar nichts gegen vielfältigen Hass tut – seit gestern ist die API für Drittanbieter Apps so beschränkt, dass sie die Nutzung stark einschränkt.

https://www.youtube.com/watch?v=IPSbNdBmWKE

Ich hab mich im April 2017 registriert und immer mal wieder reingeguckt, aber wie das halt so ist mit solchen Netzwerken: wenn die richtigen Leute fehlen, macht es keinen Spaß. So wunderte ich mich Anfang der Woche auch über einige neue Follower, das gab mir aber den Antrieb mich mit Mastodon nochmal auseinanderzusetzen. Und dann sah ich das:

Quelle: https://bitcoinhackers.org/@mastodonusercount/100565936185861661

Meine eigentliche Peer-Group ist immer noch nicht da (was’n los?), aber man wird mit der Zeit ja auch träge und nach früheren (gescheiterten) Versuchen wie app.net oder Diaspora, ist da vielleicht auch bei vielen die Luft raus. Keiner mag „schon wieder umziehen“. Vielleicht ist aber grade wirklich ein guter Zeitpunkt sich zumindest mal nach Alternativen umzusehen.

Ist Mastodon denn eine Alternative?

Ja und nein. Es ist dort – je nach Instanz und eigenem Netzwerk – natürlich sehr viel ruhiger als bei Twitter heute (wie schön!). Wenn man sich mal an 2007 zurück erinnert, war es bei der #Birdsite nicht viel anders und auch bei Facebook hat es lange gedauert bis deutsche Nutzer sich getraut haben und von StudiVZ umgesiedelt sind.

Das Dezentrale bei Mastodon, die vielen unterschiedlichen Instanzen sind anfangs etwas verwirrend, da steigt man aber irgendwann durch. Wichtige, bekannte aber auch neue Features sind da, mir fehlt nur die Möglichkeit bestimmte Hashtags zu muten.

Ich hab bisher kaum nervige Bots oder Unternehmensaccounts gesehen, die sinnlos posten und mir irgendwas verticken wollen. Fühlt sich also alles wieder etwas sozialer an. Und wie schön wär das bitte? Wieder mehr „social“ in Sozialen Medien.

Die Frage ist ja immer, für was man eine Alternative sucht. Mir selbst macht sowohl Facebook als auch Twitter keinen Spaß mehr. Ich hab dort im Hauptaccount soviel Sachen gemutet, das ist völlig bescheuert. Und trotzdem, jedesmal wenn ich reinsehe nervt mich etwas. Da sind die Umstände rund um Alex Jones, Jack Dorsey, Trump und Konsorten nur zusätzliche Rausschmeißer.

Viele Mastodon-Instanzen versprechen genau hier anzusetzen und darauf zu achten, dass keine diskriminierenden Inhalte und Nutzer sich breit machen. Siehe z.B. Regeln bei mstdn.io

Aber es gibt Leute, die viel viel besser als ich erklären können, warum Mastodon wichtig ist und wie es technisch funktioniert, siehe z.B. sudelbuch.de oder uarrr.org oder kevQ.uk.

Sucht euch eine Instanz, oder auch drei und lasst uns wieder ein Stück vom guten Web zurückholen. Ich fänd’s schön…

Btw, die Band ist auch gut ;)

Ein paar nützliche Links noch:

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