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Immer mehr Video-Content

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Video, Video, Video. Mehr, länger, Live, 360°, immer und überall. Allein in den letzten Tagen und Wochen folgende Meldungen:

Ich frage mich, wann man diese Clips alle konsumieren soll. Und was ist mit dem Datenvolumen? Klar ist das geil, dass man heute Live-Videos in guter Qualität streamen und 360°-Videos machen kann*. Video-Clips und vor allem längere kann man sich allerdings nicht einfach nebenbei angucken, zum Beispiel auf der Arbeit oder im Zug, geschweige denn machen, weil man z.B. die Umwelt stört.

Ich finde diese Entwicklung nervig und bin gespannt, was in meinem Netzwerk passiert. Unter Umständen führt das dazu, dass ich mehr muten oder entfolgen muss, weil ich es einfach nicht verarbeiten kann in der Masse.  Aber vielleicht bin ich ja auch allein mit dieser Meinung.

Oder auch nicht. In dem Zusammenhang bitte gern mal den Artikel zum Thema Zukunft und Entschleunigung bei der Zeit lesen. Auszug.

„Ich wünschte, etwas anderes könnte entstehen. Eine Art Slow Web, das für die Technologiebranche bewirkt, was die Slow-Food-Bewegung für die Lebensmittelindustrie bewirkt hat.“ (Tariq Krim) – Englisches Original bei Facebook

*Anhang:

 

 

 

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  1. Danke für deine Gedanken. Geht mir persönlich ähnlich wie dir. Ich bin auch ganz eindeutig eher der Textleser. Da kann man kurz drüberfliegen, Absätze noch mal lesen. Schnell lesen. Langsam lesen. Schwierig bei Video. Video fragt mehr Zeit und Aufmerksamkeit.

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    • Hey ,schön, dass du vorbeischaust. Zu lange Texte ist auch nix für mich. Ich ärgere mich vor allem, dass die Netzwerke mit denen man eben kurze, knackige Schnipsel überfliegen konnte, wie Twitter und Instagram jetzt voll ausdehnen… Ich find es gut, dass es die Möglichkeiten gibt, aber wenn die Plattformen drängen, dass man mehr Video generiert und konsumiert, wird es schwierig. In Maßen ist das ja super. Aber es wird auch für alle schwieriger rauszufinden was man sich anguckt und was nicht…

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  2. Finde es ja schön, wieder regelmäßiger was von dir zu lesen. Und wenn dann noch so ein Beitrag auftaucht, muss ich doch einfach zumindest kurz die Hand heben 😉
    Und ja, bin auch ein absoluter Verfechter der 140 Zeichen und der Kurzvideos. Reicht völlig!

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  3. Geht mir auch so, dass ich es jetzt schon nicht schaffe, die Videos anzuschauen, die ich mir so auf „später anschauen“ lege. Und das wird in Zukunft sicher nicht besser werden.

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    • Seit ich ’nen Chromecast im TV stecken habe, habe ich mal angefangen, meine „watch later“-Listen bei YouTube und Vimeo abzuarbeiten. Die sind seit Jahren immer länger geworden, da konnte Instapaper zur neidisch gucken.

      Etwas überspitzt formuliert: Ein Drittel der Videos darauf existiert nicht mehr – Inhalt gelöscht, User verbannt oder Privacyblabla. Und diese flüchtige Art stört mich noch mehr als das unheimlich aufmerksamkeitsheischende Medium Bewegtbild an sich.

      In ihrer solitärischen Art stehen sie auch irgendwie einsam und seltsam bezugslos da. Man kann zwar ein Video in einen Blogpost embedden, aber andersrum ist das schon umständlich. Auf einen Text ist einfach viel schneller und präziser verlinkt als ein „hier ab Minute 17 sagt xy ein paar wahre Dinge über abc“.

      Aber mit Snapchat-Trend und Co. ist die Interkonnektivität ja sowieso bald am Ende.

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  4. Pingback: KW 25-16 - Das Sommerloch - Das Leben des boerge3.0

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