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Verschlüsselte Mails mit PGP oder ProtonMail

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Hab mich mit dem Thema verschlüsselte Mails in den letzten Tagen nochmal auseinandergesetzt. Ohne wirklichen Anlass. Ich wollte einfach nochmal wissen ob sich Setup und Nutzung mittlerweile verbessert und vereinfacht haben. Aber: Nö, eigentlich nicht. Immer noch ein ziemlicher Krampf und nichts für Jedermann. Vermutlich ist das auch Absicht, es den Nutzern schwer zu machen. Mal davon ausgegangen, dass wirklich keiner mitlesen kann, wäre das ja übel für Werbetreibende, NSA, Stalker und sonstige Freizeitspione.

Dank Mailvelope klappt’s aber jetzt auch mit Gmail im Browser, wo ich meistens Mails lese. Unter OSX tun die GPGTools ihr Bestes in der Mail-App.  Für’s iPhone hab ich iPGMail gekauft und das klappt auch, wenn auch etwas umständlich und hässlich.

Ich kann schon gar nicht mehr sagen wo, aber gestern tauchte irgendwo Protonmail aus der Schweiz auf, weil es dafür jetzt Apps gibt. Schicke Website, direkt mal ausprobiert und ’nen Account (assbach@) angelegt. Muss sagen, dass mir das sehr gut gefällt. Einfach zu nutzen, schönes Interface und es gibt eine freie Basis-Version, die für den Anfang reicht. Jetzt will man vielleicht nicht eine neue E-Mail-Adresse nutzen, aber so wie ich das sehe kann man ab 5€ pro Monat eigene Domains nutzen. Ob das dann auch mit Gmail-Accounts klappt, weiß ich nicht, versuche es mal herauszufinden. Für den Versand an Nicht-Proton-Accounts vergibt man ein Passwort, das man dem Empfänger am besten über einen anderen Kanal mitteilt und kann auch eine Zeit festlegen, nach der sich die Mail selbst zerstört BÄMM!. Erinnert mich an das Encrypt-Tool, das ich vor einiger Zeit mal gebastelt hab.

Ich hab da jetzt natürlich nicht unter die Haube geguckt, geschweige denn, dass ich beurteilen könnte, was „wirklich sicher“ ist, aber vielleicht kann mal einer der Sicherheitspäpste dazu was sagen. Winni?! 😉

  • Protonmail
  • Mailvelope
  • GPGTools für OSX
  • iPGMail für iOS
  • mein öffentlicher PGP-Key (B4A0FA36 für email hidden; JavaScript is required)
  • Zu PGP (Pretty Good Privacy) und GnuPG generell
  • (edit:) bzgl. S/MIME und weitere gute Links siehe Kommentare unten

Danke an Dennis, Moellus und Jürgen für’s Testen.

 

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    • Hatte ich was vergessen oder falsch gemacht? Doof so mit dem Key auf der Website?

      ich kopier mal noch deinen FB-Kommentar hier rein:

      “ Ich nutze GPG und die GPGTools Integration in mail.app. Ich hab‘ keinen Bock auf noch irgend ’nen 3rd Party Mail-Anbieter. Leider nutzt kaum jemand GPG, somit ist das eher ein Kampf gegen Windmuehlen. Da ich meine Mailserver selbst administriere, kann ich da zumindest sicherstellen, dass die Serverseitige verschluesselte Uebertragung sichergestellt ist. Aber Email ist und bleibt nunmal leider ’ne Postkarte“ “
      https://www.facebook.com/assbach/posts/10154091336172642

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  1. Zum Teilen/Finden von PGP-Keys finde ich keybase interessant. Man kann dort auch direkt Nachrichten verschlüsseln und entschlüsseln, wenn man ihnen seinen privaten Key anvertraut. Was man nicht machen muss. Bestätigung, dass man wirklich die Person ist, die man behauptet zu sein über Proofs auf unterschiedlichen Kanälen und Personen. Mein Profil: https://keybase.io/lucahammer Habe noch 9 Invites, falls jemand möchte.

    Verwende selbst Thunderbird für PGP-Verkehr. Habe es bisher aber nur mit einer Person genutzt und daher nur am Desktop eingerichtet. Meist bin ich sowieso im Browser. Installiere mir mal Mailvelope. Dann kann ich zumindest immer signieren und so Leute motivieren sich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht.

    Antworten

  2. Pingback: Hello S/MIME › HappyBuddha75

  3. Pingback: KW 11-16 - Sonderausgabe: #sichiissichi

  4. Pingback: Mail Apps für iOS und Mac OS X - Das Leben des boerge3.0

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