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Warum blogge ich eigentlich?!

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Warum blogge ich?Ja, die Frage stelle ich mir auch ab und an mal. Häufig denke ich, dass zu den Themen, über die ich schreibe schon hunderte Male etwas gesagt wurde. Warum soll ich jetzt auch noch? Tatsächlich ist das Etwas, dass mich oft abhält. Zum Glück fallen mir dann aber auch spontan mehr als genügend Gründe ein, es nicht ganz aufzugeben, auch wenn ich grade kürzlich erst wieder eine Pause eingelegt hab. 

Also hier mal ein paar meiner persönlichen Gründe für’s Schreiben, vielleicht findet ihr euch wieder:

Weil es gut tut.
Es tut gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben, sie rauszulassen. Immer nur nachdenken macht mich bekloppt. Es ist eine Form der Verarbeitung und des Weiterentwickelns von Ideen, Emotionen und Gedanken. Daher ist das hier auch nicht immer nur neutral technisch, sondern auch persönlich.

Weil es den Austausch anregt.
Ich erweitere gern meinen Horizont, mein Wissen. Ich brauche andere Meinungen oder auch Bestätigung für meine eigene. Meine Posts sind immer auch eine Einladung zu kommentieren oder in einer anderen Form zu reagieren.

Weil es motiviert.
Es gibt Leute, die haben sich bei mir bedankt und selbst angefangen zu bloggen, nachdem ich mit den Wochenberichten wieder anfing. Was gibt es Schöneres zur Bestätigung als das? Mich motiviert es ungemein, zu sehen was bei Gleichgesinnten abgeht, wie ihre Woche aussah. Parallelen festzustellen und dabei zu schmunzeln aber auch andere Blickwinkel auszumachen.

Weil es unterstützt.
Häufig gibt es von mir Empfehlungen und Kritik zu Produkten, Apps, Dienstleistungen und Unternehmen. Damit möchte ich auf gute Dinge aufmerksam machen. Dinge, die mir Spaß machen oder mir in irgendeiner Form die Arbeit und das Leben erleichtern. Garantiert ist es so, dass es Ähnlich-Tickende auch interessiert und weiterbringt. Kritik ist von mir immer konstruktiv gemeint. Kommt manchmal vielleicht nicht so rüber, aber ich arbeite daran.

Weil ein Tweet nicht immer reicht.
140 Zeichen sind schön und gut, vor allem für zwischendurch, aber manchmal reicht das nicht um Dinge auszudrücken. Ein Blogpost hat in meinen Augen mehr Wertigkeit und Haltbarkeit. Für mich als Absender aber auch für die eventuellen Adressaten. Ein Tweet wird schnell mal übersehen, rutscht in der Timeline durch und verschwindet im Nirvana. Oft egal, manchmal aber auch nicht. Ähnlich ist es bei Google+ scheint mir.

Weil ich dadurch lerne und trainiere.
Mir fällt es oft nicht leicht mich und meine Gedanken auszudrücken. Das Schreiben (und Lesen) soll mir helfen das zu optimieren. Und das tut es auch, wenn ich dranbleibe.

Weil es helfen soll.
Mir selbst und Anderen. Und zwar aus der Vielfalt an Informationen die täglich auf uns einprasselt Inspiratives und vermeintlich Wichtiges herauszufiltern. Viele haben keine Zeit oder Lust sich mit den ganzen Themen zu beschäftigen und/oder dazu auch noch etwas zu sagen. Ich versuche hier z. B. auch durch die Wochenrückblicke (die ich wohl bald wieder starte, wenn nicht sogar heut schon) ein wenig Durch- und Überblick zu verschaffen.

Weil es dokumentiert.
Nicht selten, dass ich mir alte Artikel oder Fotos ansehe und versuche Fortschritte und Veränderungen festzustellen. Dass ich nachschaue, wann ein Service gelauncht wurde oder ein relevantes Update, wie sich Apps im Laufe der Zeit entwickelt haben. Oder ich mich…

Das sind die Gründe, die mir spontan einfallen. Was bewegt euch zum Bloggen? Oder warum tut ihr es bisher nicht? Habt ihr Wünsche oder Anregungen? Ehrlich, was kann und sollte ich verbessern? Was für Themen sind interessant und was nervt euch hier?  

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  1. Ich habe vor allem anderen einen einzigen Grund, eine eigene Plattform im Netz zu unterhalten: sie gibt mir die Möglichkeit, Dinge anzusprechen, die mich bewegen. Und sie ist mein Zuhause. Klar, ich muss mich an geltende Gesetze und Normen halten. Ansonsten gibt es aber keinerlei inhaltliche oder formale Regeln. Oder genauer: es gibt nur „meine Regeln“, also genau die Absichten, mit denen ich mein Blog/meine Plattform betreibe. Ich halte absichtlich offen, ob es ein Blog sein muss. Gerade in Zeiten, in denen ich mindestens nicht mehr permanent viel veröffentliche, denke ich auch über die Form der Präsentation nach. Aber, egal ob es ein Blog bleibt oder einfach eine Site wird. Ich kann schreiben wie ich will und ich kann schreiben was ich will und ich kann die Menge an Artikeln pro Zeiteinheit selber bestimmen.

    Gefühlsmäßig geht es mir immer wieder neu so, dass ich, wenn ich mich selber befrage, auf was ich verzichten könnte in Sachen Networks & öffentliches Leben, dann meine ich natürlich zuerst, dass ich auf nichts verzichten will. Und wenn es dann doch sein müsste, dass ich mein „öffentliches Leben“ einschränke, dann könnte ich auf Facebook verzichten und auf Google+, ich könnte auch auf Twitter, Identica oder Diaspora verzichten. Das alles wäre extrem doof, aber so richtig gar nicht verzichten wollte ich auf mein Blog. Das Blog (bzw. meine Site) ist einfach meine Stimme im Netz. Diese Stimme mag objektiv nicht relevant sein. Es ist mir aber wichtig, dass ich eine Möglichkeit habe, eine Öffentlichkeit zu erreichen. Und das das erreichen auch in Zeiten der „Blog-Flaute“ doch recht einfach ist merke ich immer wieder, wenn ich einen Artikel geschrieben habe, der die Leute tatsächlich anfasst.

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    • Ui krass, danke für deinen langen Kommentar, den man ja auch glatt mal so stehen lassen kann. Achso btw, auf viele deiner aufgezählten Netzwerke hab ich schon mehrmals geschafft zu verzichten. Klappt immer besser und leichter, manchmal nur für Tage oder Wochen, teilweise sogar durchgehend für immer.

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      • In Sachen Netzwerke: Mein Problem ist, dass ich auf allen genannten Netzwerken Leute treffe, die ich woanders nicht treffe. Ich könnte meinen Facebook Account heute noch dicht machen, ich würde aber Leute verlieren. Genauso geht mir das mit Google+. Auf Diaspora und Identica erreiche ich einen Grad an „Anschluß an politische Netzwerke“, den ich so ernsthaft und tiefgehend nirgends sonst hab. Für Linux-Themen ist es genauso. Politisch erreiche ich natürlich nicht das gesamte politische Spektrum, weil sich die klassischen alten Parteien nicht die Arbeit machen, Diaspora Kanäle zu befüllen und wirklich zu interagieren. Sie erreichen doch (angeblich) viele Leute. Natürlich unterscheidet sich deren Begriff von Erreichen von meiner Definiton erhelblich. 😉 Aber, das weicht jetzt sehr vom Thema oben ab. Da ist die Überschrift eher: „Will ich politischen Diskurs oder will ich One-Way-Kommunikation (früher gab es da doch diese nächtlich verschickten Massenfaxe?“). 😉

        Noch ein Gedankengang zu den verschiedenen Netzwerken: Du kannst Dich sicher erinnern, wie damals viele Leute von flickr weg sind, als die sich in Sachen Bevormundung der Nutzer ein wenig doof angestellt haben. Ich bin damals voller Überzeugung zu Ipernity gewechselt (und Du ja auch) und ich bereue diesen Schritt auch im Nachhinein nicht. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass ich zugeben muss, dass ich damals quasi mein komplettes internationales Netzwerk verloren habe. Wenn ich heute nur einige wenige Netzwerke betreiben würde, dann verlöre ich den Kontakt zu vielen Leuten, die ich u.U. zwar nicht häufig sehe, die mir aber trotzdem wichtig sind. Und das Fazit ist: ich träume davon, dass ich alle meine Leute auf einem einzigen Netzwerk erreiche und das ich dann auch noch die Möglichkeit habe, ein wenig nach Privacy-Kriterien zu ordnen. In der Praxis gibt es dieses eine Netzwerk (für mich) aber leider nicht. Also treffe ich kleine Gruppen von Leuten auf unterschiedlichen Plattformen an, die alle ihre Schwächen und Stärken haben und von denen manche sogar eher einen zweifelhaften Ruf haben. Siehe Facebook. 😉

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        • Das Thema kenne ich zu gut. Wäre mir jetzt zuviel für einen Kommentar. Glaube dazu mache ich demnächst mal einen eigenen Artikel auf.

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          • Dieses Thema ist ein absoluter Knackpunkt und so gesehen absolut einen Artikel wert! Kommentare überliest man doch ziemlich leicht. Siehst Du, darauf achte ich dann bei aller bewussten Ignoranz von „Wie verhelfe ich meinem Blog(Artikel) zur optimalen Wahrnehmung “ doch auch. Wichtige, geradezu grundsätzliche Gedanken gehören (eigentlich) in Artikel und nicht in Kommentare, einerseits. Andererseits: Durchdachte Gedanken, die in Form von Kommentaren einen Artikel eben genau „kommentieren“, sind eine gute Möglichkeit, um dem Autor zu zeigen, dass man sein Tun an sich und konkret seine Person schätzt. Ich nehme mir Zeit, um einen richtigen Kommentar zu schreiben. Das mache ich nicht bei Inhalten, die ich eben nicht schätze oder bei Leuten, die mir am A.. vorbei gehen. Aufmerksamkeitssteuerung, die eher unbewusst geschieht. „Oldschool“ zusagen ..

    • danke euch beiden – zum einen fuer den blogeintrag zum anderen fuer die Diskussion. ihr habt schon ganz viel angesprochen was so auch fuer mich gilt. der einzige unterschied ist vielleicht – ich brauche das alles nicht fuer meine Arbeit sondern nutze es rein privat…

      und ich bin nicht so der „vieltipper“…

      und ich benutze mein blog auch so wirklich als erinnerungsbuch. wenn es niemand weiter liest stört mich das nicht wirklich. wenn es anderen gefällt und sie anregt etwas nachzuvollziehen umso besser!

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  2. Pingback: Wochenrückblick KW44/2012 » koblow.com

  3. Schön zusammengefasst. Finde mich doch recht gut wieder in dem Artikel!

    Was mich allerdings nervt, dass wir nach Holland aneinander vorbei fahren, wir aber in der Nähe wohnen und uns noch nie getroffen habe. Naja gut, nerven ist hier das falsche Wort 😉 Aber wäre doch mal ne Idee?

    LG Christina

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  4. Ein paar der Punkte treffen auch auf mich zu, aber ich blogge hauptsächlich um zu informieren. Blogartikel schreibe ich meisten aus kommerziellen Gründen – eine Liste hier, ein paar Screenshots da und natürlich Tests, Bewertungen usw.
    Privat blogge ich leider kaum mehr – das landet alles stark verkürzt in Facebook und Twitter.

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  5. Pingback: Seit ich blogge, weiß ich ... (Bloggingsonntag) - Umecken.de

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