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Wochenrückblick KW34/2012

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tiredMich überkommt wieder eine Social-Media-Müdigkeit. Keine große Lust mich mitzuteilen und auch nicht zu lesen oder zu schauen, bzw. zu filtern, was für mich wichtig und interessant ist. Ihr kennt das ja mittlerweile von mir. Das mag momentan am Arbeitsstress liegen oder an anderen Dingen, die mich im „echten Leben“ beschäftigen. Aber auch daran, dass ich häufig nicht den Eindruck hab, es gibt nicht viel, dass ich verpasse. Was mich daran aber immer stört, wenn ich zu lange medien-abstinent bin ist, dass einige Menschen, die mir nahe stehen oder die ich sehr mag eben nicht in unmittelbarer Nähe leben und ich mich schon sehr oft frage, ob es ihnen gut geht und was sie wohl grade so machen. Wollte mal Florian anrufen und mit ihm dazu quatschen. Frage mich wie er es ohne aushält, zumindest nehme ich ihn überhaupt nicht mehr wahr im Netz. Naja, nichtsdestotrotz ein kleiner Rückblick meiner Woche… 

Vielleicht mal passenderweise Privatkram vorab:

  • Einschlung von K3 in dir Grund- und von K1 und K2 in die weiterführende (Gesamt-) Schule. Große Kinder, stolzer Papa.
  • Anzug gekauft für eine Taufe und eine Hochzeit. Gutes Schnäppchen gemacht, aber das ist nicht meins. Klamotten kaufen und dann auch noch was Schickes.
  • Viel, viel zu wenig Sport. Hauptsächlich Arbeit und Wetter schuld.
  • Kino: Prometheus (3/5). Schöne Effekte, komische Handlung. Ich ärgere mich jedesmal wenn ich im Kino war über das viele Geld und den Eindruck, dass man den Film auch auf DVD hätte gucken können. War aber wie oft ein spontaner Kinobesuch.
  • Der Trockner ist ein Arschloch. Innenteil der Wanne aufgebrochen, scharfes Metalstück zerfetzt systematisch die Wäsche.
  • Wieder häufig Rückenprobleme. Viel Wanne.
  • Mit Rob und Johi beim Spanier gewesen. Sehr zu empfehlen der Laden.
  • Abgefahrene Alpträume. (nein, ich kann das nicht mit „b“ schreiben)
  • Das aktuelle Buch „Amokspiel“ liest sich träge, hab die Ausleihfrist verlängert.
  • RIP Neil Armstrong, egal ob du wirklich auf dem Mond warst oder nicht.
  • Bunte Kästen: Ein Logo ist ein Logo ist ein Logo.

Web & Apps:

  • Dinge wie App.net und tent lasse ich grade mal außen vor.
  • Facebook iOS-App(s) neu. Macht nix, soll heißen „so what“, ist bei mir auch nicht schneller jetzt, wie hier und da zu lesen. In der Facebook Messenger-App sieht man jetzt wie in Whatsapp wann jemand zuletzt online war. Fand ich datenschutztechnisch (Privatsphäre?) immer schon bedenklich. Für einige Kontakte ist das sicherlich eine schöne Sache, für Kunden, Kollegen oder andere Kontakte u.U. nicht unbedingt so toll.
  • Google+ führt langsam vanity-URLs ein, also kein https://plus.google.com/100209987655773434318 mehr, sondern theoretisch https://plus.google.com/+assbach – wenn Normalsterbliche wie ich, es denn dann auch dürfen. Bisher wohl nur die aus der 7A.
  • iPhoto Photos sortiert und ca. 8 Euro in Duplicate Annihilator investiert um Doppelte zu finden. Tut seinen Job.
  • Bei der Gelegenheit, dann auch mal eine kostenfreie Alternative zu Lightroom installiert, nämlich Darktable. Komme damit aber nicht klar. (via)
  • Schöner Tipp von Oliver zu Kalendertagen über’s Shell/Terminal. Ich versuche noch mit Alfred eine möglichst schnelle unkomplizierte Anzeige der aktuellen Kalenderwoche zu erzeugen („date +%V„). Am liebsten so, dass ich z.B. „wd“ eingebe und mir als Large Type nur eine „34“ angezeigt wird. Jemand ne Idee?
  • Noch ein paar weitere Screenshots zur Studie „Off Canvas“ (iOS) zur Sammlung bei G+ hinzugefügt. Danke Johannes für die Aufklärung bzgl. des Begriffes.
  • Mention jetzt mit einer iOS-App. Noch mehr Druck per Push also. Lest bei Björn.
  • Teste thin.gs alpha.

Genug gefaselt. Viel Interessanteres haben bestimmt die folgenden Herrschaften zu berichten: Björn, Kristine, Thomas, Jürgen, Matthias, Philipp, Jana und Oliver.

#rinnjehaun …

Achnee, die Bilder noch? Na gut, hier:

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  1. Socialmedia-Müdigkeit.Ich kann Deine Gedanken so gut nachvollziehen. Bei mir ist es allerdings keine Welle mit Höhepunkten und Tiefpunkten. Es ist vielmehr eine Müdigkeit, die immer unumkehrbarer erscheint. Ab und an bekomme ich dann mal einen Anfall und mache wieder was, stoße aber auch immer wieder auf zwei Grundbeobachtungen, die mich in der Folge wieder davon abhalten, aktiv zu bleiben.

    1) Bei vielen Services habe ich schon nach Sekunden den Eindruck, dass das alles schon einmal gesehen habe. Sätze wie: „.. das schaut doch aus wie XY ..“ sind quasi mein ständiger Begleiter.

    2) Wenn man mal in Services investiert, dann ist man oft schon nach wenigen Wochen, manchmal sogar schon nach Tagen, gefühlt vollkommen alleine im entsprechenden Service.

    Zu diesen beiden Beobachtungen kommen noch andere Gedanken, die mich permanent begleiten. Ich lese in Blogs, bei Golem, Heise oder sonstwo von Sachen (oder gerne auch auf amerikanischen Gegenstücken zu den erwähnten Erzeugnissen) und kurze Zeit später, oft sogar im selben Artikel, wird der Service auch dann niedergemacht, wenn er wirklich mal gut ist und was Positives aufgreift. Und wenn der Author schon nicht gebashed hat, so übernehmen das dann allzu bereitwillig die Kommentatoren. Und ich lese den Kram und denke ebenfalls immer wieder dasselbe:

    Immer mehr neue Services sind nicht das, was wir brauchen würden. Was wir brauchen würden sind einerseits Firmen, die eine offene und glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit leisten und auch dann nicht kneifen, wenn es darum geht offen anzusagen, wie man sein Geld verdienen will. Es bräuchte aber auch wieder Leute, die in diesen Services „leben“. Ich treffe heutzutage bestenfalls noch über kurze Zeiträume Teile meiner Community an. Ich brauche Twitter, Facebook, Google+, Identica und Diaspora, um meine gesamte zersplitterte Gemeinde überhaupt anzutreffen. Und überall werden neuen Funktionen gefordert. Es wird viel Kraft darauf verwendet, sich über das wenige nicht funktionierende zu streiten und es wird ungleich weniger Kraft darauf verwendet, Services wirklich zu nutzen. Und wenn wie ich Services wirklich nutzen will, dann wird mir vorgeworfen, dass ich nicht mal eben für zwei Stunden nach Berlin kommen kann (oder sonstwohin). Wenn ich sage, wir hätten doch für den Alltag genau diese Services, dann werde ich komisch angesehen. Die Blicke, die von Netcitizens gesandt werden unterscheiden sich nur wenig von denen einer Frau von der Leyen, wenn sie über das Netz redet. Tagsdrauf unterzeichnen dann die Heroen wieder die nächste Petition gegen XYZ. Hm ..

    Lange Rede, relativ kurzer Sinn: Wo bleiben die erwachsenen Nutzer, die sich natürlich reflektiert dafür entscheiden, was sie in das Netz stellen, die aber dann, wenn diese Entscheidung getroffen ist, auch wirklich das Netz nutzen. Dass die Networks derzeit oft so den Bach runter gehen liegt nicht an fehlen Buttons oder Funktionen, es liegt — und das ist meine These — an den Leuten, die vor dem Rechner sitzen. Ich würde mir jedenfalls viel mehr reflektierte, erwachsen handelnde Nutzer wünschen. Als z.B. vor einiger Zeit path aufkam, hat man richtiggehend gespürt, wieviel Hoffnungen an diesem Service hingen. Okay, da haben dann die Betreiber es ordentlich verbockt.

    Ich hoffe, ich werde es auch zukünftig schaffen, all die Leute im Auge zu behalten, die ich mag, die aber eben nicht um die Ecke wohnen. Das wünsche ich mir sehr. Wir beide würden uns beispielsweise gar nicht kennen ohne das Netz. Oder besser ohne die Aufbruchsstimmung, die es vor einigen Jahren gab. Es waren nicht die tollen Services, die uns neugierig gemacht haben aufeinander, sondern es war die Neugier auf neue, tolle Menschen, die man ohne das Netz gar nicht kennen würde und könnte. Wieso vertrauen dieselben Leute heute oft dem Netz dermassen wenig? Und da spreche ich ja meist von denen, die mit dem Netz arbeiten. Ich spreche nicht von dem Menschen, für den schon alleine der Rechner immer noch eher ein Feind ist.

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    • Danke für den Kommentar Markus. Hab grad keinen Kopf sinnvoll zu antworten. Aber ich hol das hoffentlich nach. Freue mich jedenfalls sehr darüber, dass du dir soviel Zeit genommen hast. Danke.

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      • Ist schon okay. Wenn Du lieber nicht kommentieren magst. Und sonst kommt es mit der Zeit. Oder eben nicht.

        Dir einen ruhigen, guten Start in die neue Woche. 🙂

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  2. Nochmals Gratulation an K3 zur Einschulung, wahnsinn wie die Zeit davon rennt oder? Ich hoffe, ihm gefällts, natürlich auch den beiden Grossen 😉

    Alp/b-träume hier auch, was ich aber mal auf anstehende Änderungen schiebe, so ist das jedenfalls immer bei mir.

    Socialmedia-Müdigkeit hier auch ab und an, überlege mir derzeit, Accounts bei den zahlreichen fancy-Bilder-Sammel-Diensten zu löschen. Irgendwann wirds zu viel, hier dabei sein, da dabei sein…versuche mich schon einzuschränken, aber manchmal ist dann doch die Neugier zu gross oder man macht mit,weil jemand Bekanntes dabei ist. Weniger ist manchmal mehr, gilt sicher auch für Social Media.

    Schöne Woche dir und gute Besserung an den Rücken!

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  3. Social-Media-Muedigkeit? Hab‘ ich schon lange 😉 Twitter besuch ich nur noch alle 2-3 Wochen und ueberhaupt hab‘ ich eh keine Zeit dafuer.

    Das mit der Kalenderwoche… ich weiss zwar nicht was „Alfred“ ist, aber das sollte sich unter MacOS X doch recht leicht realisieren lassen. Was haste Dir genau vorgestellt und was hat Alfred damit zu tun? 😉

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  4. Von Prometheus bin ich einfach nur enttäuscht!
    Aus der Vorlage hätte man einiges zaubern können.
    Leider reiht sich die Verfilmung in die lange Schlange actiongeladener Baller-Mist-Filme ein….
    Grüße!

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  5. Pingback: On & Off › HappyBuddha

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