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Instagram Alternativen?

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Ich hab den ganzen Tag überlegt ob ich etwas dazu schreiben soll, weil ja schon jeder seine 2 bis 5 Cent in die Runde geworfen hat. Aber ich will auch, hätte nur vorher keine Zeit gehabt. Grad dann mal nach ein paar Alternativen zu Instagram gesucht für die In-Panik-Geratenen, von Facebook-Genervten und auf englisch ein paar Sätze formuliert, um deutlich zu machen, dass ich es nicht so einfach finde hier von Alternativen zu sprechen. Für was denn überhaupt? Viele reduzieren Instagram grade auf die Filter, andere sind offensichtlich angep1$5t, weil man sich als Android-User nicht willkommen in der bestehenden „iOS-Community“ fühlt. Ich kann beides nicht unterschreiben.

Instagram ist eine der besten Apps, die ich je genutzt habe. Nicht wegen der Filter, die sind auch gut, aber vor allem wegen des Interfaces (in v1 noch besser), der einfachen Bedienbarkeit, der Reduzierung der Features und vor allem wegen des Feelings, das es vermittelt. Das Gefühl, wie Leute miteinander interagieren über Fotos. Dieses „social“ im sogenannten „Social Web“ ist hier hautnah zu spüren. So wie geschlossen bei Path und so wie früher bei flickr: sprach-neutral, barrierefrei, Ländergrenzen überschreitend.

Überhaupt erinnert das an 2007 und die Übernahme von Flickr durch Yahoo, die folgende Zensur und das Wegrennen Tausender zu vermeintlich alternativen Diensten. Diaspora ist keine Alternative zu facebook. Ipernity war unterm Strich keine Alternative zu flickr. Es gab Gefühle wie Wut, Ärger und Trauer aber auch Frust und Enttäuschung als man merkte, dass das Erlebte nicht wieder zurückzuholen ist. Daher bin ich mittlerweile vorsichtig mit dem übereilten Löschen von Inhalten und Accounts aber auch mit dem Umsatteln auf neue Dienste. Ich teste weiterhin gern an um zu vergleichen und mich inspirieren zu lassen, neue Zelte aufschlagen oder mich anderenorts niederlassen tue ich jedoch nur noch selten. Allein umziehen ist eh doof. Tanzen macht mit Freunden mehr Spaß und Grillen sowieso…

Als Chris Messina irgendwann im Herbst 2010 die ersten Fotos über instagram bei twitter einstellte war ich schnell angefixt und habe Wünsche geäußert, Erkenntnisse für mich festgehalten, war sehr euphorisch. Und nicht allein. Das Wachstum ist bekannt und es soll sogar Leute geben, die sich für instagram ein iPhone zugelegt haben… (nein ich sage nicht wer).

Die Aufmerksamen unter euch werden bemerkt haben, dass ich instagram seit einigen Monaten nicht mehr aktiv nutze. Warum dann diese ganze Lobhudelei? Naja, dieses „social“ heißt eben nicht immer nur schön und positiv. Ich hab versucht das hier und hier anzureißen.

Apps an sich sind nichts weiter als Vehikel, das ist klar. Es geht um zwischenmenschliche Kommunikation. Apps verhelfen dazu diese zu ermöglichen oder zu vereinfachen. Und wenn Viele anfangen das zu verstehen und zu genießen macht es noch mehr Spaß – zumindest soweit sich das in einem erträglichen Rahmen abspielt. Der Wert des Ganzen sind die Nutzer und deren Verbindung zueinander. Das ist ja auch der Grund warum Facebook Unsummen dafür ausgibt. Nicht für die App, sondern für die Nutzer und deren Daten.

Wer sich damit unwohl fühlt, weil er gelernt hat Facebook gegenüber mißtrauisch zu sein, sollte das bitte im Hinterkopf behalten. Wenn man allein auf einer weiten Wiese steht, alleine eine App nutzt, eine Plattform, die die die man erreichen will nicht kennen oder nutzen, dann ist dieser Dienst wohlmöglich keine Alternative. Viele Leute haben keine Lust mehr zu wechseln, manchen ist es egal und einige verstehen den ganzen Wirbel auch nicht. Bevor ihr die Flinte ins Korn werft, macht euch klar, was ein Dienst für euch bedeutet. Ist es nur die blanke App und deren Funktionen? Oder hängt mehr dran…

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  1. Ich weiss nicht, ob du mich meinst, aber für mich war Instagram definitiv ein Grund für den Schritt Richtung iPhone. Mir hat „damals“ schon auf den diversen Screenshots die einfache und hübsche Oberfläche gefallen und natürlich die Fotos, die man nur betrachten konnte.

    Mir gefällt noch heute die Einfachheit der Bedienung. Alles ist klar strukturiert, man kommt auch ohne grosse Anleitungen sofort klar. Aber bei mir stand bzw. steht die Community ganz klar vorn. Likes, Kommentare, Motivation pur. Ich hoffe, dass sich einige wieder umbesinnen, Facebook Facebook sein lassen und sich einfach wieder an der App. erfreuen (können).

    Das Android gebashe ist auch nicht so meins, kann ich auch nicht verstehen. Ich war bzw. bin über jedes bekannte Gesicht froh, dass sich bei Instagram angemeldet hat.

    Ich werde Instagram definitiv weiter nutzen, meistens wohl konsumierend, hin und wieder ne #tasskaff. Schaun wir mal und rinjehaun 😉

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    •  @boerge30 Danke Björn, nein ich meinte nicht dich, obwohl ich weiß wie es bei dir dazu kam, siehe deine Kommentare bei Posterous z.b. (links oben im Text) 😉 

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  2. Pingback: 15 KW, Instagram, Tod und Durchblick › HappyBuddha

  3. Pingback: Wochenrückblick KW15/2012 | koblow.com

  4. Tja, ich gehöre auch zu denen, die umgehend ihr Instagram-Konto gelöscht haben. Ich mag Facebook nicht, weil ich das Gefühl habe, dort so überhaupt nichts überblicken zu können. Instagram habe ich ohnhin kaum noch genutzt, weil ich in letzter Zeit nicht mehr so die Lust habe, mehrere Dienste zu bedienen.
    Im Moment poste ich einfach nur per Posterous zu Twitter durch. Derzeit genügt mir das 🙂

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    •  @Susanne Filsinger Danke für deinen Kommentar Susanne. Ja, bei meinen Abos bist du eine der wenigen, die noch Posterous zum Bilder-Verteilen nutzen. Find ich gut, wenn das für dich klappt. Ich selbst komme mit Posterous nicht mehr gut klar. Finde es u.a. schade, dass kein Twitter-Client die postly-Bilder direkt inline anzeigt, zumindest nicht die, die ich nutze oder getestet hab. Ich mach und teile aber auch lang nicht mehr soviele Bilder wie früher mal und wenn, dann geht das heut meist blank zu pic.twitter. Sonst eher zu path oder Google+. 

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      • @assbach Wurde Posterous nicht von Twitter gekauft? Dann bessert sich da vllt bald was 🙂
        Ich habe früher gerne meine Fotos über Dailyplaces geposted. Die waren anfangs noch puristischer, als Instagram. Hat mir gefallen. Aber dann wurde ständig verschlimmbessert. Ich hoffe für Euch, daß das bei Instagram unterbleibt.

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  5. Keine Alternative zu Instagram, aber eine Möglichkeit, alle Fotos parallel in ein WordPress-Blog zu schicken. Und zwar ohne Einbettung. Wenn Instagram mal irgendwann nicht mehr ist (was wir nicht hoffen), hätte man so noch eine Kopie aller Fotos. http://notizen.matthiaspabst.de/2012/04/instagram-fotos-automatisch-in-wordpress-blog-veroeffentlichen/
    Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen von euch. 

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  6. Pingback: Instagram Reloaded › HappyBuddha

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