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Rituale und Abhängigkeiten

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Schon erstaunlich wie abhängig man von manchen Diensten ist und wie man sich an Rituale gewöhnt. Ich hatte ja im letzten Beitrag versucht darzustellen, wie ich momentan welche Tools einsetze. Ein zentraler Baustein dabei ist Zootool. Dort speichere ich Inspirationen und Wissen, weise auf interessante Apps und Scripts hin oder einfach nur auf schöne Bilder und Designs. Visual Bookmarking, wie es Pinterest populär(er) gemacht hat, nur, dass es Zootool und andere ähnliche Dienste schon seit Jahren gibt und ich deren Dasein anscheinend als gegeben voraussetze. Oder anders ausgedrückt, ich habe sie schätzen und lieben gelernt.

Naja, gestern war nicht nur facebook eine zeitlang down, sondern auch Zootool. Letzteres störte mich mehr, denn ich wusste plötzlich nicht wohin mit meinen Fundstücken. Ich wollte doch für den Wochenrückblick und einen Blogpost dazu sammeln. Mein workflow war durchbrochen (#waeh). Fingernägelkauend habe ich es mit Evernote, Chrome-Bookmarks und letztlich mit Clipboard versucht aber das fühlte sich alles komisch an, nicht nur das Fingernägelkauen.

Heute klappt’s ja zum Glück wieder. Ich bin nur mal gespannt wie lange solche Dienste in Deutschland noch genutzt werden dürfen aufgrund der ewigen Urheberrechtsdebatte. Mein Verhalten bzgl. Bookmarks werde ich ändern können aber mir würde vieles fehlen. Als Konsument von schönen Bildern und anderen Inhalten, aber auch als jemand, der gerne auf eben diese aufmerksam machen will, sie bewerben will, den Autor und Künstler unterstützen will, jemand der gerne teilt und in keiner Weise jemandem damit schaden will.

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  1. Facebook war down? Ist mir jetzt nicht so aufgefallen. Bei Zootool schon eher. Habe auch versucht meine Fundstücke im Zoo zu versenken, mich aber dann dem empfohlenen Kaffee hingegeben.
     
    Und heute glüht das Bookmarklett, wa?!

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    •  @boerge30 ich wollte bei facebook grade ein paar pages pflegen, pustekuchen. heute gab es gar nicht soviel was ich hätte ich den zoo packen wollen. die dinge, die ich ende der woche vllt nochmal in einem blogpost hier einbringen will (quasi erwähnenswertes als rückblick der woche) hol ich mir dann aus clipboard wieder. gefällt mir aber zum sammeln auch nicht wirklich. kennst du ein tool, zb ein chrome plugin mit dem ich sowas schön in ne art „schublade“ für später ziehen kann? vllt readitlater oder readbility, gimmebar wird boykottiert und dropmark find ich nicht so handlich. 

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  2. Wird die perfekte Welle durchbrochen, so stellen wir in der Tat fest, wie filigran das komplette Konstrukt ist. Mir ging es mal ähnlich, ich glaube, das war damals noch mit delicious. Die waren für ein paar Stunden weg und ich stand da mit meinem tollen Workflow. Ich habe dann schlicht einen Ordner angelegt und Bookmarks lokal gespeichert. Passiert sowas selten und nur für Stunden, kann man seine Juwelen so auffangen und später nachpflegen. Zudem gibt es heute andere Alternativen, die man nutzen kann.
     
    Persönlich beobachte ich aber noch eine andere Veränderung, die mit der Zeit stärker wird: Ich behalte viel weniger Sachen. Vieles ziehe ich aus dem täglichen Strom raus, schaue es mir an, habe Spaß und lasse es dann weiter fließen. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich viele abgelegte Sachen tatsächlich nie mehr wirklich anschaue. Oder die Dinge sind schon wieder alt, wenn ich das nächste Mal hinschaue. Geht es zum Beispiel darum, was in Sachen „Themes“ jeweils angesagt ist für WordPress, so schaue ich immer aktuell. Weggeordnet werden nur die Sachen, von denen ich denke, dass sie Bestand haben im Wert für mich (und andere). Flüchtige Schönheiten werden nur noch aufgehoben, wenn ich beispielsweise drüber bloggen will. Und das Aufheben passiert dann auf eigenen Kanälen (z.B. mittels Read It Later) oder mithilfe spezieller Tags in delicious. Ich mache das jetzt schon seit zwei drei Jahren so und der Drang zur Askese (in Bezug auf die behaltenswerten Dinge) nimmt zu. Gerade am Anfang habe ich mich selber sehr genau beobachtet. Fragen wie „Wie geht es mir damit?“ oder „Bin ich dann überhaupt noch gut informiert?“ waren zentral und wichtig. Heute kann ich sagen: sicher wissen einige Hipster mehr über manche Spezialitäten. Im Großen und Ganzen fehlt mir nichts und ich gewinne im Gegenteil ein Säckchen voll mit frei gewordener Aufmerksamkeit, die ich anderweitig einsetzen kann. Manchmal stecke ich die gewonnen Freiheiten sogar in Welten außerhalb des sogenannten Internetzes. Es gab Zeiten, da hielt ich alleine den Gedanken an ein solches Tun für Blasphemie. 😉

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  3. Beijing policy makers say they’re eager to encourage greater domestic consumption. Chinese shoppers are famously luxury-happy, flying to Hong Kong and further afield in droves to stock up on Louis Vuitton, Gucci, Chanel and more. All of which means the stage is set for the next great innovation to hit China: <b><a href=“http://www.cheaplouisvuittonhandbagsonsale.com“>Louis Vuitton Outlet</a></b> malls.

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